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Nicht nur in einer Face-to-Face Situation, sondern auch im Internet sollten gute Manieren selbstverständlich sein. Durch Anonymität und Ungezwungenheit kommt ein gutes Benehmen im Netz oftmals zu kurz. Dies zeugt nicht gerade von Seriosität.
Benimmregel Nr.1:
Achten Sie auf Ihren Schreibstil! Die Art, wie Sie schreiben und natürlich auch was Sie schreiben, sagt viel über Ihren Charakter aus. Überlegen Sie sich also genau, was Sie ausdrücken und welchen Eindruck Sie machen wollen. Bedenken Sie, dass eine E-Mail keinen formalen Schreibstil beinhalten sollte, aber auch keine Floskeln, wie sie in einer persönlichen Gesprächssituation üblich sind.
Lesen Sie Ihre E-Mail auf jeden Fall nochmal Korrektur! Tipp- und Flüchtigkeitsfehler sowie Fehler in der Grammatik können als Desinteresse oder Unwissen gedeutet werden. Auch ein Übermaß an Smileys und Abkürzungen kann schnell negativ bewertet werden.
Bedenken Sie, dass ironische oder sarkastische Bemerkungen in einer E-Mail nicht die gleiche Wirkung erzielen, wie in einer normalen Gesprächssituation. Lesen Sie Ihre Nachricht also immer noch ein zweites Mal durch und überlegen Sie, welche Wirkung sie erzielen könnte.
Benimmregel Nr.2:
Verstecken Sie sich nicht hinter der Anonymität! Aufgrund der Anonymität des Internets lassen viele User ihre guten Manieren fallen. Hinter dem Pseudonym lässt es sich gut verstecken, da der richtige Name nicht preisgegeben wird. Eine nicht beantwortete E-Mail, ein paar unseriös formulierte Zeilen oder eine verletzende Absage sind nur ein paar Beispiele, die auf ein unkultiviertes und unfreundliches Verhalten schließen lassen. Solch schlechte Manieren haben für den Internet-User keinerlei Konsequenzen und sind deswegen an der Tagesordnung. Vergessen Sie nicht, dass auf der anderen Seite auch ein Mensch sitzt, der genau wie Sie nicht verletzt werden möchte. Aus diesem Grund: Antworten Sie auf jede E-Mail und bleiben Sie freundlich und kultiviert!
Benimmregel Nr.3:
Werden Sie nicht zu intim! Die Anonymität kann auch zu einer übertriebenen Offenheit führen. Bewahren Sie Privatsphäre und überlegen Sie sich, was Sie in einem persönlich geführten Gespräch preisgeben würden. Übertreten Sie nicht die Grenzen des Zumutbaren und behalten Sie gewisse Dinge für sich. Ehrlichkeit ist gut, kann aber im Überfluss abschreckend wirken.
Benimmregel Nr.4:
Lassen Sie Ihr Gegenüber nicht zu lange warten! Eine E-Mail ist kein Brief, sondern ein schnelles Medium. Lassen Sie Ihren Adressat nicht in dem Glauben, Sie rufen Ihre E-Mails nur alle zwei Wochen ab. Beantworten Sie eine Nachricht innerhalb von 5 Tagen. Wenn Sie nicht den Drang des Zurückschreibens verspüren, sollten Sie aufrichtig sein und den Schriftverkehr beenden. Aber nicht, ohne ein paar Zeilen darüber verloren zu haben.
